Rund 200 Staaten haben beim Welt-Klimagipfel im Dezember 2012 die Verlängerung des Kyoto-Protokolls bis 2020 beschlossen. nserve GmbH hat sich dafür stark gemacht, die Klimaauswirkungen der zweiwöchigen Konferenz in Doha auszugleichen. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Project Developer Forums (PDF) hat das Hamburger Unternehmen die CO2-Emissionen der Konferenz komplett kompensiert. Von den insgesamt 25.000 Tonnen CO2 übernahm nserve 35 Prozent und damit den größten Anteil der für die Kompensation gelöschten CERs (Certified Emission Reductions).

Doha 2012

Verantwortung für Klimaauswirkungen übernehmen
Mit dieser Initiative weisen die Projektentwickler auf einen Widerspruch hin: Die Veranstalter und Teilnehmer in Doha übernehmen keine Verantwortung für den CO2-Fußabdruck, den die weltweit wichtigste Klimaschutz-Konferenz verursacht. An- und Abreise, Unterbringung sowie die Veranstaltung selbst – all dies sorgt für Emissionen und hat so Auswirkungen auf das Klima. „Die Konferenzteilnehmer verhandeln über globale Klimapolitik und -ziele. Es liegt nahe, dass sie dann auch mit gutem Vorbild vorangehen und zeigen, wie sich Klimaschutz im Alltag umsetzen lässt. Weil das nicht passiert ist, haben wir die Initiative ergriffen und die Emissionen der Konferenz über geprüfte Projekte kompensiert“, sagt Dr. Marten von Velsen-Zerweck, Managing Partner bei nserve GmbH.

Treibhausgase über Klimaschutzprojekte reduzieren
Die für die Konferenz gelöschten Emissionszertifikate stammen aus verschiedenen unabhängig geprüften CDM-Klimaschutzprojekten aus China, Süd Afrika, Chile und Indonesien. Das PDF unterstreicht damit Bedeutung und Erfolg des im Kyoto-Protokoll verankerten Clean Development Mechanism (CDM). Über diesen Mechanismus werden treibhausgasreduzierende Projekte in Entwicklungsländern finanziert und realisiert.

Wie die Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls können auch Industriefirmen, die im Rahmen des EU Emission Trading Systems (EU ETS) zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet sind, einen geringen Anteil dieser Verpflichtung über den CDM erfüllen. Hierzu werden CO2-Zertifikate erworben, die aus geprüften Klimaschutzprojekten stammen: ein wegweisender Ansatz, um Umweltprobleme über Markt- und Anreizmodelle zu lösen. So wird innovative Umwelttechnik und damit verbundenes technisches Know-how in langfristigen unternehmerischen Partnerschaften von Industrieländern in Entwicklungsländer transferiert und über CO2-Zertifikate finanziert. Der CDM hat sich als wirksames Steuerungsinstrument bewährt: in wenigen Jahren wurde ein zusätzliches Investitionsvolumen von mehr als 215 Milliarden USD ausgelöst und damit über 7.000 Projekte weltweit initiiert, die mehr als eine Milliarde Tonnen CO2-Äquivalente reduziert haben. Der CDM ist damit ein Erfolgsmodell des globalen Klimaschutzes und zeigt, wie heute Umweltprobleme über Markt- und Anreizmodelle gelöst werden können.